BPT2017.2: SO003

Teil der Serie „BPT2017.2“ (10/24)

Antragstitel

LqFb als Brückentechnologie

Antragstext

Der Bundesparteitag möge beschließen:

Der Bundesvorstand wird beauftragt, eine Instanz von LiquidFeedback in Betrieb zu nehmen. Die Software ist so zu verändern, dass Delegationen bis zu einem anderslautenden Beschluss des BPT nicht möglich sind. Alle stimmberechtigten Mitglieder sollen sich in diesem System wahlweise mit Klarnamen oder Pseudonym beteiligen können. Die Initiativen sind 6 bis 10 Monate nach Ende der Abstimmung zu löschen.

Des weiteren ist ein Diskussionstool in Betrieb zu nehmen. Sofern nichts Besseres gefunden wird, soll WikiArguments verwendet werden. Parallel dazu sind regelmäßige Diskussionsmumbles dazu einzuberufen.

Die Vorabkontrolle der Systeme durch den Datenschutzbeauftragten ist sicherzustellen.

Im ersten Schritt soll das Tool zur Antragserstellung und zur Erstellung von innterparteilichen Meinungsbildern verwendet werden. Die Entscheidung über die Ausweitung der Aufgaben bleibt dem Bundesparteitag vorbehalten.

Antragsbegründung

Der BEO steht seit 4,5 Jahren in der Satzung und ist immer noch nicht einsatzfähig. Von daher soll nun LiquidFeedback als sicher mit Nachteilen behaftetes, aber zumindest einsatzfähiges Tool als Brückentechnologie verwendet werden.

Um die Kritiker von Superdelegationen “mitzunehmen”, sollen Delegationen bis auf Weiteres unterbunden werden. Mit der Unterbindung der Delegationen geht auch die Hoffnung einher, dass sich nicht wieder die Mehrheit der Piraten von diesem System frustriert abwendet.

Es soll die Nutzung mit Pseudonym möglich sein. Solange darin Anträge nur vorbereitet und nicht beschlossen werden, sollte die Problematik mit der nicht vollständig vorhandenen Nachvollziehbarkeit vernachlässigbar sein.

Für den Fall, dass alte Abstimmungen manuell gelöscht werden müssen, soll die 4-Monats-Bandbreite der Löschfrist diese Arbeit erleichtern.

Damit nicht wieder das Problem des “Primat der Zahl vor dem Argument” auftritt, sollen für die Diskussion über die Initiativen festgelegte Diskussionstools bereitgestellt werden.

Den Fehler mit der unterlassenen Vorabkontrolle wollen wir ja nicht wiederholen…

Sobald der Bundesparteitag der Ansicht ist, dass ein besseres Tool in Betrieb ist, soll er den Bundesvorstand anweisen, LiquidFeedback wieder abzuschalten.

Hinweis: Diese Idee, LqFb als Brückentechnologie einzusetzen, entstand im “Wie weiter”-Mumble am 7. Oktober, und da bis jetzt sonst keiner diesen Antrag gestellt hat…

Ablehnung

Ich möchte ein System, mit dem der online über unsere Anträge abstimmen.

Ich möchte kein System, das als „Brückentechnologie“ den Mitgliedern vorgaukelt, sie könnten etwas mitentscheiden. Die Akzeptanz für ein solches System wird es nur dann geben, wenn die Entscheidungen auch tatsächlich bindend sind und umgesetzt werden.

Wir müssen ein benutzerfreundliches, intuitives, die liquide Demokratie korrekt abbildendes System einführen. Am besten machen wir das in einem Landesverband, mit Unterstützung der ganzen Partei. Alles Andere ist politischer Selbstmord, wenn dieses Pferd nicht schon tot auf dem Boden liegt und wir nur noch wild drauf schlagen.

6 Comments

  1. Richard Klaus18. Oktober 2017

    Auf welchen Servern soll das laufen?

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    1. mmarsching19. Oktober 2017

      Keine Ahnung. Es ist nicht mein Antrag… Frag den Antragssteller (den wirst du hier nicht erreichen!)

      Antworten
  2. Richard Klaus18. Oktober 2017

    Klartext:
    LQF ist eine Demokratiesimulationssoftware. Wer diese angesichts der vorhandenen Datenschutzprobleme wieder aus der Versenkung, in der sie zurecht versunken ist, herausholen will, hat NICHTS verstanden.

    Sorry mmarsching, damit hast Du dich komplett disqualifiziert.

    Von den Servern mal ganz abgesehen….

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    1. mmarsching19. Oktober 2017

      “Sorry mmarsching, damit hast Du dich komplett disqualifiziert.”

      Wieso ich? Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Wer fanatisch nicht bis nach unten scrollt, sondern schon mal drei(!) Kommentare zu einem Thema rausbläst, ohne zu merken, dass ich nicht der Antragsteller bin… … … ohne Worte!

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  3. Richard Klaus20. Oktober 2017

    Danke für den Hinweis. Deine Kritik ist berechtig und angekommen. Der Eindruck, daß es sich um deine Anträge handele, war auf den ersten Blick gegeben.

    Für meine unterlassene weitere Überprüfung – für die mir die Zeit fehlte – und der daaus natürlich falschen Schlußfolgerung, die ich hiermit widerrufe, bitte ich Dich um Entschuldigung.

    Meine gezogenen Lehre: Es ist besser wenn man ™ etwas diskutiert, die Quelle immer sofort ersichtlich zu nennen und die “Ablenung” mit “Meine Begründung für die Ablehnung” zu betiteln.
    Bei mir ist der Eindruck entstanden, das ein innerer Dialog geführt wird, indem Pro- und Kontra gegenübergestellt werden so wie es die alten Griechen taten.

    Viele Grüße
    Richard

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  4. Richard Klaus20. Oktober 2017

    Ich suche mal wieder die “Bearbeiten” Funktion. Meine Tastatur hat einige Buchstaben unterschlagen…

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