Über ein Wochen altes JMStV-Camp (old draft)

Da ich vor habe in den nächsten Tagen wieder mehr zu bloggen: Hier ein alter Entwurf, den ich nicht verkommen lassen wollte aus dem “Entwurfsarchiv”…

Vorstandsmitglieder 1, 2 und 3 waren beim JMStV-Camp in Essen anwesend und haben dort das große Interesse der NRW-Piraten am Thema und einer möglichen Novelle des Vertrages gezeigt.

Leider entnehmen andere Mitglieder der Partei aus dieser freiwilligen Teilnahme ohne Beauftragung an einer kostenlosen Veranstaltung wir drei hätten eine “Pflicht”, zu berichten, was wir dort erlebt haben. Nun gut… ich persönlich hätte mich nicht zu dem Thema geäußert, da ich vor allem die vermittelnde Rolle eingenommen habe und nur wenige Fachgespräche über den JMStV geführt habe, dafür mehr über die Piraten reden durfte. Jedoch hier ein kurzer Abriss über den Samstag in Essen:

Angekommen bin ich nach der Eröffnungsrede, kann daher zu selbiger nichts beitragen. Ich setzte mich in den Vortrag “Bestandsaufnahme: Wie funktioniert Jugendmedienschutz in Deutschland bisher?” und lauschte den letzten 15-20 Minuten. In diesen habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Referent, bzw. die FSM sich eher auf die großen Anbieter von Inhalten im Netz bezog und der “kleine Blog von nebenan” aus diesem Netzwerk höchstens Beratung, aber keine Vertretung gewinnen kann.

Nach der Session traf ich in der Pause die bekannten Gesichter, es folgten “nette Gespräche” (Gruß an Old Holgi) und die Entscheidung als nächstes zum Vortrag von @tauss “Jugendsexualität als JMStV-Alibi”, der einen “historischen” Abriss über die Entwicklung zu JMStV gegeben hat und klarstellen konnte, dass Sexualität nicht das Problem beim Jugendschutz darstellt, sondern es finanzielle und unternehmerische Interessen gibt, den Schutz von Kindern und Jugendlichen auf Inhalte im Web sicherzustellen.

Es folgte ein ausgiebiges Mittagessen in dessen Verlauf ich mich mit Steffi Nenz und Kai, Ralf und Thomas Göttgens am Tisch zusammengefunden habe. Wir haben uns über die nächste Zeit im Landesverband unterhalten und wie wir wieder einen Funken politische Arbeit in den LV bekommen. …und dann kam fukami 🙂

Wir verfolgten das Gespräch fukami und Kai über “Politik machen und darüber reden…” und sind dann nach draußen gegangen (zu vollständig, oder?). Ich bin hiernach in den die Diskussion “braucht Jugend schutz?” getapert.

Leider ist in dieser Session das Gespräch abgedriftet in einen kleinen Streit um die technische Umsetzbarkeit von Websperren. Am Ende stand die Erkenntnis, dass ein technischer Schutz von Kindern nicht möglich sei und daher eine Grundsatzfrage geklärt werden müsste: Wovor schützen wir unsere Kinder eigentlich und wer schützt sie eigentlich? Es kam die Forderung nach einer Initiative für mehr Medienkompetenz bei den Eltern auf, die leider nicht beendet werden konnte, da der Slot endete.

Zu guter Letzt besuchte ich den Vortrag des “Pornoanwaltes” zum Thema “”. Hier fiel besonders die Vorstellung der indizierten Werke auf, die nach 25 Jahren wieder neu evaluiert werden. Spannend: Die Entwicklung der Moral- und Wertevorstelllungen führen dazu, dass einige indizierte Werke bei der Neu-Prüfung plötzlich ab 0 Jahren freigegeben werden, also völlig unbedenklich jeglicher Kindergefährdung. Dazu entspann sich eine kurze Diskussion zu verschiedenen Beispielen, um mit der Aussage zu enden “was heute Jugendgefährdend ist, kann morgen für Kleinkinder geeignet sein.

Abschließen folgte eine große Diskussion um das Camp selber, der Abschluss. Einhellig wurde die Meinung vertreten, dass Camp bilde die eigene Meinung und sei ein spannender Ort um Ideen und Ergebnisse auszutauschen, allerdings keine eigenen Ergebnisse zustande kämen. Dazu wurden jedoch einige Gruppen gegründet, die nach dem Camp zusammen an der weiteren Bearbeitung werken werden.

Soweit mein subjektiver Bericht vom JMStV-Camp zu meiner “Entlastung” 🙂 Ich hatte meinen Spaß und konnte eine Menge Eindruck mitnehmen, dass es nicht leicht werden wird mit einer so interessierten Öffentlichkeit noch einmal einen Entwurf bis zur Abstimmung zu bringen, der im verborgenen und geheimer Staatskanzlei-Manier entstanden ist. Mehr Doku findet ihr auch unter http://jmstvcamp.de/doku/.

In den nächsten Tagen meine Gedanken zum Crewsystem und seinen – in Sweatshirts ohne Kapuze – gehüllten Auswüchsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.