Über eine Partei in Apathie

Heute mal ein Rant! Dieses Posting richtet sich an dich, an euch alle, an die Piraten und vor allem auch an mich selber: WAS SOLL DER MIST?

Als ich 2009 in die Piratenpartei eingetreten bin, da hatte ich eine Vision. Ich wollte damit nicht zum Arzt, ich wollte die Welt verändern. Anpacken und bessere, demokratischere Politik machen. Der Mehrheit wieder zu mehr Einfluß verhelfen. “Klarmachen zum Ändern” hieß das damals! Heute bin ich abgestumpft, nur noch träge und warte auf die nächste Sau, die in der Partei durchs Dorf getrieben wird.

ICH BIN MIT DER GESAMTSITUATION UNZUFRIEDEN!

“Alle die mit uns den Bundestag entern, müssen Piraten mit Werten sein!” hieß es damals. Wie sehen diese Werte heute aus? Wir lassen und die Pullover als “Arbeitskleidung” von der Partei bezahlen, wir raunzen uns auf den Mailinglisten ohne Grund an, wir ziehen uns wieder in unsere Nussschale zurück: Aktivitäten wie 2009, bis auf wenige Ausnahmen: keine!

Der Vorstand kann sich nicht um politische Akzente kümmern, sondern ist mit dem Verwalten des status quo beschäftigt – überhaupt: “Politik” – machen wir das eigentlich noch?

Selbstverwaltung, Selbstorganisation, Selbstbeweihräucherung, Selbstfindung: Alleine der neue Satzungsentwurf für NRW liegt schon wieder seit Monaten auf Eis, nur um noch eine Gruppe in die Überlegung einzubeziehen und noch einen Piraten zu Wort kommen zu lassen und noch einen… und noch einen…

Muss auch die kleinste Meinung gehört und eingebaut werden? Müssen wir jeden Fragen, selbst wenn er nicht gefragt werden möchte? Müssen wir ALLE einbinden? Oder brauchen wir vielleicht mal einen Entwurf für eine politische Linie? Etwas woran die Wähler uns festmachen können?

Vor ein paar Tagen kam in den Radio-Nachrichten im Zuge der negativen WestLB-Abstimmung die Sprache auf evtl. Neuwahlen. NEUWAHLEN? PANIK!! Dafür sind wir doch kein bisschen bereit!

Wir haben so viele Gedanken, so viele Pläne, aber nichts konkretes. Wir werden unterwandert von radikalen Ökos und Verschwörungstheoretikern, “Neues Geld”-Fuzzis lachen uns aus und Neonazis schaffen es unsere Kommunikationsmedien zu kapern. An eine klar Linie, ein Wahlprogramm oder überhaupt eine politische Aussage ist in NRW nicht zu denken.

Aber wer sind wir?

  • Sind wir wie die Grünen, nur mit weniger Öko und mehr Technikliebe?
  • Sind wir wie die Linke, nur mit weniger Sozialismus und mehr Marktgläubigkeit?
  • Sind wir die SPD ohne solche lange Geschichte, aber auch weniger in selbiger stecken geblieben?
  • Sind wir die FDP in liberaler, ohne Steuersenkungsfantasien?
  • Sind wir gar die CDU ohne Terrorangst, denn man schafft keine Freiheit in dem man sie abschafft?

“Klarmachen zum Ändern” heisst auch “Klarmachen zum Anpacken”, “Klarmachen zum Diskutieren”, “Klarmachen zum Einsatz zeigen”! Gerade letzteres vermisse ich in der aktuellen Apathie vieler Piraten in NRW besonders…

14 Comments

  1. SuddenGrey6. Juli 2011

    Ich habe den Eindruck solche Beiträge schon häufig gelesen zu haben. Oft gabs aber dann auch ein bisschen konstruktive Kritik, Zukunftsmusik, Antworten zu den ganzen Fragen.
    Du fragst dich selbst “WAS SOLL DER MIST?” aber der letzte Abschnitt beantwortet die Frage nicht. Was ist DEINE Antwort auf diese Frage?

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    1. mmarsching7. Juli 2011

      Das ist eine gute Frage. Allzu gerne würde ich einigen Personen in den Hintern treten, von denen ich meine, dass sie Aufgaben übernommen haben, die sie nicht (richtig) ausfüllen. Was mir letztlich fehlt ist die Traute, da ich nicht das arrogante Arschloch sein möchte, das am Ende von allen gehasst wird. Ich habe selber schon Fehler gemacht und mache sie noch jetzt. Mehr als mich mit meinen Aufgaben aus dem eigenen Sumpf zu ziehen ist aber im Moment einfach zeitlich und finanziell nicht drin…

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  2. Deppentöter6. Juli 2011

    Egal was Ihr macht und wie Ihr Euer Problem löst: Verbreitet solch einen Scheiß nicht im Internet, wenn Ihr Wähler oder potenzielle Wähler nicht verschrecken wollt.
    Das hört sich an, als wären die Piraten ein noch unwählbarer Chaotenhaufen, schlimmer als die Linke in Westen. Macht Euch nicht kaputt!
    Für mich verkörpern die Piraten das Konzept von OpenSource. Einer für alle und alle für einen, nee das sind die Musketiere, dann eher “Auf Matrosen, johoo!” und ‘ne Buddel voll Rum. Oder so….

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    1. mmarsching7. Juli 2011

      “Ihr” ist meine eine Person, die ihre persönliche Meinung in diesem Blog ins Netz bläst. Die dazu aufrufen will, in sich zu gehen und evtl. mal wieder den Arsch hoch zu bekommen…

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  3. Alexander Reintzsch6. Juli 2011

    Ahoi Michele, was wünschst du dir jetzt? Soll dir jemand Mut zusprechen? Dir eine Laterne reichen und dir den Weg aus der Dunkelheit zeigen? Diese orientierungslose Depression verstehe ich nicht.

    Wir sind immer noch wir. Wir sind immer noch die Piraten. Wir sind immer noch die Piraten, die 2009 aufgestanden sind und gesagt haben “So nicht!”

    Unser Auftrag hat sich nicht geändert.

    Aber es ist halt so, dass man als Mücke viel Ausdauer benötigt um einen Elefanten zur Kurskorrektur zu bewegen. Wir sind noch immer der Stachel im Fleisch der anderen. Wir genießen noch immer den Ruf der Sachkundigen, wir stehen noch immer für unsere Kernthemen. Und solange sich unsere Kenntnis noch nicht in den Köpfen der Gesellschaft und der Politik nachhaltig verankert hat haben wir noch immer einen Auftrag, einen Sinn und eine absolute Daseinsberechtigung.

    Wir kämpfen an allen Fronten für unsere Überzeugungen, wir streiten für ein vernünftiges Urheberrecht und zeigen in diesem Feld ständig neue Wege auf. Wir setzen uns immer wieder mit denen auseinander, die in der Überwachung das Heil für alle Probleme sehen und dabei verkennen, dass sie dadurch ihre Freiheit verlieren. Wir legen den Finger in die Wunde, wenn in Hinterzimmern gegen das Interesse des Bürgers gemauschelt und geklüngelt wird. Wir sind dabei Politik zu machen. Wir gehen wie erst am Wochenende in Köln auf die Straße um für Bürgerrechte und gegen Diskriminierung zu demonstrieren.

    Was dir wahrscheinlich aufgefallen ist, ist dass wir gerade nicht mehr zum Sturmangriff blasen, so wie 2009, aber das ist verständlich, denn wir sind bereits mitten im Getümmel. Und da kann man schon mal den Überblick verlieren, das mag sein. Aber aktiv sind wir alle und jeder aktive Pirat bringt sich ein wo er nur kann. Wenn du in dieser Schlacht die Ordnung vermisst, dann verschaffe dir einfach einen Überblick und du wirst sehen, dass wir überall mitten drin sind. Wir schreiben Blogs, machen Anfragen bei Behörden, führen Infostände durch und suchen das Gespräch mit Bürgern und Politkern, wir mischen uns ein.

    Natürlich kann man nicht jede Woche einen großen Wurf machen und man muss einfach auch erkennen, dass zur Zeit andere Themen als die, die uns so wichtig sind heißer diskutiert werden. Aber es ist nun Sommer, der Bundestag und alle anderen Parlamente gehen in die Pause und das berühmte Sommerloch kommt. Vorlagen um es zu füllen haben wir bekommen. Schau dir nur an, was da bei der Enquete Internet und digitale Gesellschaft los war. Da kann man mitmischen, da kann man nochmal den großen Anlauf machen und die Netzneutralität einfordern.

    Falls du Mitstreiter suchst, dann setze einen Termin und Ort fest, lasse ihn über alle Netzwerke gehen und bring den Stein ins Rollen um eine Lawine zu starten. Nicht resignieren, machen – das war das was uns 2009 mobilisiert hat und das funktioniert auch heute noch. Setze den Impuls und die Leute werden dir folgen. Und wer, wenn nicht du ist in der Position dafür. Also in diesem Sinne – Klarmachen zum Ändern!

    Gruß,
    Alex

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    1. suddengrey12. Juli 2011

      schön gesagt

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  4. Andre Kasper7. Juli 2011

    Moin Michele

    Es tut mir leid, aber bei allem was Du gelesen hast, kann ich nicht nachvollziehen, weshalb Du nicht verstehst, weshalb in dieser Partei nichts läuft.

    Du hast richtig gelernt, dass Menschen dann motiviert sind, wenn sie Verantwortung übernehem und ihre eigenen Ziele verwirklichen können. Gleichzeitig bist Du aber einer der Menschen in diesem LV, die sich am Basisfeindlichsten verhalten und der Basis am meisten Kompetenz absprechen.

    Als Beispiel nehmen wir Dienen Pullover Rant…. Deine ganz persönliche Meinung “so geht das nicht” stellst Du über die Basisentscheidung “wir wollen das so”. Du bist so arrogant zu glauben, Du hast die Wahrheit gepachtet und glaubst besser zu wissen was die Basis tun darf, und was nicht. Genau durch diese Verhalten trägst Du aber dazu bei, dass hier nichts läuft. Es hat einfach niemand Lust sich an Dir abzuarbeiten um sich verwirklichen zu können. Was soll diese Hürde ? Basisdemokratie lebt davon, dass die übergeordneten Verbände eben NICHT zu bestimmen haben, was die Basis tut. Jede Aktivität muss angebettelt werden. Jede Aktivität die ohne Betteln läuft wird angegriffen und runter gemacht. Weil es Deiner persönlichen Meinung nicht passt.

    Sorry, aber in dieser Partei geht es nicht um Dich und Dein Ego. Es geht nicht darum, dass es so läuft wie Du es für richtig hältst. Wenn man maximale Mitbestimmung fordert, muss man auch einfach aushalten, dass es Mehrheiten gegen den eigenen Willen gibt, und muss sie trotzdem mittragen. Wenn eine Crew all ihr Geld bei einem Freibier Kennenlern-Abend versaufen will, ist das ihr Recht. Es geht Dich nichts an.

    Wenn Du allen reinredest und Ihnen das Gefühl gibst Sie sind lediglich Deine Handlanger, die umsetzen dürfen was Du gerne hättest, brauchst Du Dich nicht wundern, dass niemand Lust dazu hat. So funktioniert Politik einfach nicht.

    Jeder von uns ist in diese Partei eingetreten um Dinge zu verändern und sich einzubringen. Niemand ist eingetreten um gegen die eigene Position Deinen Scheiß zu verteten.

    Lass die Leute machen. Gib ihnen Gestaltungsspielräume. Hör auf Dich einzumischen, solange es nicht aufgrund äusserer Vorschriften zwingend erforderlich ist. Niemand hat Lust reiner Positionsmultiplikator für den LV zu sein.

    @Alex: Du bist politischer Geschäftsführer. Dein gerede empfinde ich als ziemlich abgehoben. Entweder ich habe ganz verpasst was Du getan hast, oder es gibt noch kein einziges von Dir organisiertes Angebot für Mitglieder dieses LVs sich irgendwo einzubringen. Selbst den Tag der politischen Arbeit, bei dem es im Kern darum geht Geld und Veranstaltungsort klar zu mache hast Du bisher nicht in die Wege geleitet. Evtl. denkst Du mal darüber nach, wie Du Deinem Job gerecht werden könntest, bevor Du an anderen rummeckerst.

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    1. mmarsching7. Juli 2011

      Die Basisentscheidung “wir wollen das so” wurde von 5-9 Piraten getroffen, die Gegenmeinung “WTF?! So nicht!” wurde in mehreren Vorstandssitzungen von mehr als Doppelt so vielen vertreten.

      Das ist das Problem: Welche Basis entscheidet wann und wo über welche Mittel? Wenn jeder über seine eigenen Mittel verfügt, dann enden wir in Anarchie und werden (mangels Sach- und Rechtskunde) bald die ersten wirklichen Skandale (Koks und Nutten anyone?) erleben. Der “Freibier-Kennenlern-Abend” ist eben nicht ok, denn die Mittel werden nicht für politische Arbeit verwendet. Danke für diese Steilvorlage, sie zeigt, dass viele nicht verstanden haben, wofür ihr Geld da ist. Für Freibier und Sweatshirts sollen die Mittel nicht verwendet werden, egal was eine “Crew” sagt.

      Schön ist auch, dass jetzt die Meinung des Finanztreffens und des Vorstandes meine Meinung sein soll, dass ich jetzt mein Ego verbreiten will etc. Was soll der Scheiß? Hier wurde ein Vorstand gewählt, der die Dinge richten soll und dann wieder angegriffen wird, wenn er mal die Dinge in die Hand nimmt. Zuletzt wird bei absoluter Hoffnungslosigkeit eben der Vorsitzende angemacht. Der ist ja eh machtgeil und egomanisch. Muss er ja sein – dann kann man ihn dafür so gut angreifen…

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      1. Andre Kasper8. Juli 2011

        Ja.. und da unterscheiden wir uns halt..
        Diese arroganz zu glauben DU weisst was richtig und falsch ist.
        Hier wird mit Finanzskandalen rumkonstruiert und sonstwas um Ausgaben zu verhindern die Dir nicht in den Kram passen.
        Die Regeln sind doch im Grunde ganz einfach: An der Basis hat der Vorstand nichts zu melden. Aber das ist genau das womit Du nicht klar kommst. Kontrollverlust. Da bricht Anarchie aus schreibst Du… Neee.. nicht Anarchie.. Basisdemokratie.. und genau.. die Leute vor Ort sollen von ihrem Budget tun und lassen können was sie wollen solange es mit den gesetzlichen Bestimmungen im Einklang steht. (Dies tut es in beiden Beispielen. Wir mögen die Ausgaben nicht für Klug halten, aber was Klug ist müssen die Piraten vor Ort bestimmen. NICHT Du, NICHT irgendein Landesvorstand oder sonstwas…

        In Deiner Dorfkneipe sind doch so CDUler, oder ?! Frag die mal welchen Einfluss der Landesverband auf die Ausgaben vor Ort hat ! Frag das bei den Grünen. Frag das bei der SPD und dann schalt endlich Dein Hirn an und checke, dass Demokratie nur funktionieren kann, wenn man andere Positionen als die eigene aushalten kann.

        In diesem Landesverband passiert nichts mehr, weil ihr einfach nicht schnallt, dass es nicht so funktioniert, dass Menschen ohne Gestaltungsspielraum und Möglichkeiten IHRE Sache durchzuziehen aktiv werden.. Ist das so schwer ? Es ist niemand in diese Partei gegangen um Flyer für andere in Briefkasten zu werfen und nicht selbst aktiv werden zu können..

        Wenn Du der Meinung bist dass der Vorstand hier ohne juristische Zwänge einmischen darf, nur weil er die Ausgabe doof findet, bist Du auf dem Holzweg. Wie gesagt.. geh mal in die anderen Parteien… Dieses Verhalten ist einfach total destruktiv, und das schlimme ist, dass ich mir sicher bin, dass Du hinreichend über das Thema Motivation gelesen hast um es besser wissen zu müssen. Ohne Gestaltungsspielräume wirst Du keine Aktivitäten in diesem Land hinbekommen.. und wenn Du den Ortsgruppen absprichst selbst unklug mit ihrem Geld umzugehen um daraus zu lernen wenn ihnen selbst dann das Geld für etwas klügeres fehlt, können sie auch keine Erfahrungen sammeln und lernen. Deshalb sind die Regionaltöpfe ja so wichtig. Die Verantwortung sowie die Konsequenzen müssen genau dort sein wo die Leute die Entscheidungen treffen. Die Idee das eine Region eine Geschäftsstelle erhält und andere dafür weniger Geld bekommen ist halt ziemlich bescheuert. Die Piraten vor Ort brauchen Gestaltungsmöglichkeiten und müssen mit diesen komplett eigenverantwortlich umgehen können. Und ja.. sie müssen auch die Konsequenzen tragen, wenn sie nach einem monat bereits kein Geld mehr haben….

        Wir sind nicht alle vollprofis.. es werden Fehler passieren.. aber das müssen wir doch aushalten… !

        Ich frage mich wie Du denken würdest, würde der Bundesverband genauso handeln wie Du und Deine Beschlüsse einsacken würde… Du hättest sehr bald keinen Bock mehr auch nur einen Finger für diese Idioten krumm zu machen…

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        1. mmarsching8. Juli 2011

          Hach so viele Worte für so wenig Inhalt… nochmal, es geht nicht um *mich*, sondern um den Vorstand. Ich bin kein Diktator, wenn schon sind wir ein durch ein Königshaus regiertes System. Hör auf alle Schuld bei mir abzuladen!

          Zum Thema:
          Es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen den CDU’lern in meinem Stammlokal und der Crew, die Sweatshirts kaufen will: Die CDU-Leite haben eine OV und darüber einen KV und einen BzV und DANN erst kommt der LV. Richtig: Die können entscheiden, was sie mit ihrem Geld machen, denn der einzelne Vorstand ist rechenschaftspflichtig. Die Crew hat als Vorstand… uns!

          Du schreibst “solange es mit den gesetzlichen Bestimmungen im Einklang steht” – genau da tut es aber eben nach unserer Auffassung nicht! Daher wird die Ausgabe verhindert! Koks, Nutten, Freibier und Sweatshirts dienen eben in unseren Augen nicht dem Parteizweck – wer anderer Meinung ist, soll entweder mit einem rechtskonstrukt unter dem LV selber die Verantwortung dafür übernehmen oder einen Vorstand wählen der solche Sachen mitmacht. Im März ’12 sind doch wieder Wahlen…

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          1. Andre Kasper8. Juli 2011

            Es geht hier darum, was Du ganz persönlich vom Stapel lässt. Du äusserst in Deinem Blog Deine Position. Ob andere Vorstandsmitglieder eine ähnlich fiese Position haben kann ich nicht beurteilen, tut aber auch nichts zur Sache.

            Rein juristisch ist definitiv nichts dagegen einzuwenden Werbematerial zu kaufe und zu verschenken. Es ist ja definitiv Werbematerial. Im Konkreten Fall wird es sogar gezielt zur Verfügung gestellt um als Piraten erkennbarer zu sein und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

            Selbst ein anständiger Anzug für Repräsentationszwecke könnte problemlos von der Partei gestellt werden. Auch hier empfehle ich Dir mal über den Tellerrand zu schauen was andere Parteien so alles finanzieren.

            Hier wird so getan als würden sich Leute die eine Idee hatten Geld in die Tasche stecken.

            Naja.. ich erwarte in NRW gar nichts mehr. Man kann sich den Mund fusselig reden. Ihr wollt diesen Zentralismus. Gleichzeitig wisst ihr aber einfach nicht, warum keiner mehr aktiv ist…
            Wie gesagt: Findet mal den Schalter fürs Hirn. Ich bin mir gerade bei Dir sehr sicher, dass Du viel gelesen hast und die Faktoren kennst. Es ist für mich völlig unbegreiflich wie Du Dich trotzdem derart positionieren kannst.

  5. Knut Habicht9. September 2011

    Ahoi,

    seit wenigen Jahren beobachte ich Euch – die Piraten – schon und finde Eure Idee und das Programm gut. Auch gerade, wo es offenbar in Berlin in die richtige Richtung geht, lese ich wieder auf Euren Seiten und Blogs. Allerdings kommt alles etwas wirr und unstrukturiert daher. Dieses jetzt nicht deutlich zu sagen, wäre unehrlich und deshalb sage ich es so direkt. Als Krefelder habe ich natürlich auch bei den „seidenstadt-piraten“ umgesehen und stelle auch dort Aktivitäten, aber nichts Konkretes fest. Und jetzt habe ich gerade den Hilferuf von Michele gelesen und kann ihn gut verstehen.

    Mir scheint, was fehlt ist eine Struktur, die linientreu gemäß Eurem Programm zielgerichtete Maßnahmen und Entscheidungen zulässt. Das hat viel mit Marketing zu tun – davon vermisse ich bei Euch so einiges. Denn als Partei wollt Ihr doch möglichst viele Bürger in allen Altersklassen ansprechen. Und damit würde der durchgehend demokratische Gedanke, den Ihr ja schon weitgehend verinnerlicht habt, überhaupt nicht leiden – im Gegenteil.

    Eine vernünftige Struktur bei „Machern“, aber auch „Inhalten“ könnte weitere Interessenten für Eurer Programm begeistern – denn das ist ja, wie ich schon sagte, gut.

    Das einzige, was mich wundert ist, dass wenig über Eure Zukunft darin steht. Die Meisten von Euch sind relativ jung und machen sich vielleicht nicht so viele Gedanken über die spätere Rente. Aber genau die wird doch durch unökonomisches Handeln der zur Zeit politisch Agierenden „zum Fenster hinaus geworfen“. Damit meine ich nicht Rettungsschirme für Europa oder ähnliche gerade aktuelle Dinge, sondern insgesamt das Agieren mit unseren Steuergeldern und dem eben nicht sorgfältigen Umgang mit Finanzmittel für die Zukunft – sprich Rente.

    Und noch eine – wenn auch kleine Kritik: Man findet praktisch nirgendwo Telefonnummern bis auf die der Geschäftsstellen. Oft ist es aber einfacher und schneller, zum Hörer zu greifen, um sich kurz mit jemandem von Euch auszutauschen. Klar – ich fänd’ es auch nicht gut, ständig belagert zu werden – diese Gefahr besteht natürlich. Aber hier stünde der zeitliche Nutzen im Vordergrund.

    Ich bin der Knut Habicht aus Krefeld, geboren am 25. Dezember 1953. Selbstständiger Unternehmer in der Werbebranche. Mache sehr viele ehrenamtliche Dinge in Krefeld. Und wünsche Euch weiterhin viel Erfolg.

    @Michele: Über einen Anruf würde ich mich freuen. Tagsüber unter 02150-91048-22 oder Abend und am Wochenende unter 02151-594817 …

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  6. an Knut Habicht
    man kann Piraten wunderbar, direkt und schnell bundeweit über twitter erreichen
    auch mmarschig
    die programme der piraten sind online und werden weiterentwickelt
    -wenn dir themen fehlen, dann baue mit und bringe sie ein
    rechtzeitig zum http://wiki.piratenpartei.de/NRW:Landesparteitag_2011.2
    🙂

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  7. angst vor shitstorm12. August 2012

    Hallo Michele, BITTE lass Dich nicht unterkriegen. Was viele Dir unterstellen, dass Du nicht “basisdemokratisch” und somit “piratig” genug bist, nenne ich politischen, systembedingten Realismus!
    Man kann die Partei basisdemokratisch führen, aber bei der Arbeit in einer Fraktion geht das einfach nicht mehr – zumindest nach piratigen Maßstäben.

    Leute Parteiarbeit und Fraktionsarbeit haben aber auch gar nichts miteinander zu tun. Die Partei hat nur die Aufgabe die Rahmenbedingungen zu schaffen in der dann die Fraktion politisch handlungsfähig ist.

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